20.04.2016 in Gesundheit

Situation um das Evangelische Krankenhaus Zweibrücken

 

Sehr geehrter Herr Kirchenpräsident,

die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt und unserer Region haben vergangene Woche mit großer Bestürzung von der drohenden Schließung des Evangelischen Krankenhauses erfahren.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses und deren Familien sind nun zu Recht in großer Sorge um ihren Arbeitsplatz und damit um ihre Existenz. Sie leisten seit vielen Jahren in einem nicht einfachen beruflichen Tätigkeitsfeld gute Arbeit und tragen dazu bei, dass sich die Patienten im Evangelischen Krankenhaus in guten Händen wissen. Sie haben in der Vergangenheit wesentlich zum guten Ruf dieser Einrichtung beigetragen.

Die gute medizinische Versorgung durch beide Krankenhäuser ist ein wertvoller Standortfaktor für unsere Stadt.

Die Sicherung und Weiterentwicklung des Gesundheitsstandortes Zweibrücken sowie die Gesundheitsversorgung in der Region muss auch in Zukunft gesichert sein. Gerade mit Blick auf die regional demografische Entwicklung und den immer älter werdenden Menschen, die eine verstärkten medizinischen Betreuung bedürfen, brauchen wir eine gute medizinische Versorgung vor Ort. Die Wohnortnähe ist von großem Vorteil für Patienten und Angehörige.

Nicht zuletzt kommt dem Evangelischen Krankenhaus eine große identitätsstiftende Funktion für die Stadt und die Region zu.

Der LVIM hat die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lange Zeit in untragbarer Weise im Unklaren über die Zukunft des Krankenhauses und damit auch ihrer persönlichen Zukunft gelassen.

Auch die Menschen in der Region und die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Zweibrücken wurden durch den Träger zu lange in dem Glauben gelassen, dass man die Sache im Griff habe. Wie sich jetzt vergangene Woche gezeigt hat, ist das Gegenteil der Fall.

Ein Verhalten, das wir von einem kirchlichen Träger, der christlichen Werten verbunden ist, nicht erwartet haben. Ein Verhalten, das weder die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses, noch die Bürgerinnen und Bürger der Region und der Stadt Zweibrücken, die sich immer für das Krankenhaus eingesetzt  haben, verdienen.

So stellen wir uns die gebotene Wertschätzung für die Mitarbeiter des Krankenhauses und die Menschen in unserer Region nicht vor.

Dem LVIM sind grobe betriebswirtschaftliche Fehlentscheidungen vorzuwerfen, die jetzt auf dem Rücken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgetragen werden.

Als Kirchenpräsident stehen auch Sie in der Verantwortung für das beschämende Verhalten und das untragbare Geschäftsgebaren des LVIM.

Wir erwarten künftig einen offenen, ehrlichen und verantwortungsvollen Umgang der Kirche mit den Entscheidungen, die jetzt anstehen.

Die SPD Zweibrücken setzt sich seit dem 13.02.2016 mit einer Unterschriftenaktion für den Erhalt der Arbeitsplätze und der Sicherung des Gesundheitsstandortes Zweibrücken und der Region ein.

Diese Unterschriften übermitteln wir an Sie und appellieren an den christlichen Auftrag und die christliche Verantwortung der Evangelischen Kirche Pfalz.

Wir fordern Sie auf, sich für eine sinnvolle Nutzung des Evangelischen Krankenhauses einzusetzen, alle Anstrengungen zu unternehmen, um einen seriösen Investor zu finden, und Ihre ganze Kraft für den Erhalt der Arbeitsplätze einzusetzen.

 

Brief als pdf zum Download

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